„Schlamm satt“ – eine Kooperation der besonderen Art Drucken E-Mail
Geschrieben von Helmut Gaßmann   
Montag, 26. April 2010

Am 15. April 2010 besuchten 19 Schülerinnen und Schüler der Grundschule aus Wormersdorf mit Ihrer Lehrerin Frau Wezisla den BioGeoChemie-Differenzierungskurs des Vinzenz-Pallotti-Kollegs, um im Rahmen der Aktionen rund um den zdi/MINT-Projekt-Tag am 15.4. eine gemeinsame naturwissenschaftliche Untersuchung durchzuführen.

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Gegen 8 Uhr ging es mit dem Bus nach Merzbach, an den nah gelegenen Waldrand. Dort befinden sich ein Bach und ein Regenrückhaltbecken, die untersucht werden wollten. Nach einer kurzen Einführung wurden die Schüler der 4. Klasse den jeweiligen Schülern des VPKs zugeteilt. Es gab insgesamt sechs Teams, bestehend jeweils aus einigen Grundschülern und einigen VPK´lern.100_4909klein.jpg

Das Thema des Tages waren Gewässer unterschiedlicher Art, ihre Eigenschaften und ihre Lebewesen. Mit viel Engagement der Schülerinnen und Schüler, aber auch der begleitenden Lehrer, suchten die Nachwuchswissenschaftler ihre Gewässer auf. Die Gruppen bearbeiteten im Wechsel jeweils ein stehendes und ein fließendes Gewässer. Mit zahlreichen Untersuchungs-Gerätschaften, die von den Schulen zur Verfügung gestellt wurden, ging es nun an die Gewässer. Mithilfe einiger Unterlagen wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Frau Kressel und Herr Dr. Gaßmann, die Kursleiter der beiden BioGeoChemie-Kurse, gaben sich viel Mühe, die Erklärungen und Deutungen zu den jeweiligen Experimenten“Viertklässler-tauglich“ zu gestalten. Allerdings gab es in dieser Hinsicht keine größeren Probleme, da die Achtklässler des VPKs die Experimente schon einmal durchgeführt hatten und so den Grundschülern die notwendigen Handgriffe erklären konnten. So wurden zum Beispiel die Fließgeschwindigkeit, die Temperatur oder der pH-Wert der Gewässer geprüft. Die mit Abstand interessanteste Aufgabe aber war das „Tiere fangen“ (natürlich nur zu wissenschaftlichen Zwecken!). Zum Beispiel wurden Molche, Fische, Frösche, Wasserskorpione, Libellenlarven und vieles andere mehr gefangen und bestimmt. Anschließend wurden die Tiere wieder an den Fangort zurückgebracht und dort frei gelassen.

An der Kleidung der Schülerinnen und Schüler konnte man deutlich erkennen, dass sie sich in der Natur scheinbar recht wohl fühlten. Es gab zum Beispiel einen Jungen der Grundschule mit komplett verschlammter Hose. Die Achtklässler machten sich einen Spaß daraus, zu raten, welche Farbe denn die Hose vorher gehabt haben könnte (im Vertrauen, sie war mal blau, aber das konnte man „nachher“ nun wirklich nicht mehr sehen – an keiner Stelle der Hose!). Es gab aber auch Schüler des VPK, die intensive Kontakte zum schlammigen Ufer des Baches und des Teiches suchten – und fanden. Am Ende des Vormittages konnte man in allen Gesichtern ein gewisses Lächeln finden, sowohl bei den Grundschülern, als auch bei den Gymnasiasten. Es hatte wohl allen Gefallen, und dabei hatte man auch noch etwas gelernt. Nicht übel.

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Auf dem Rückweg hieß es dann „laufen“. Dies veränderte die Gesichter kurzzeitig schlagartig. Aber alles war halb so wild. Man konnte im Wald noch einige interessante Beobachtungen machen, außerdem ist ein solcher Fußmarsch ja auch gesund. Am VPK angekommen, trennten sich dann wieder die Wege der beiden Schülergruppen wieder und im Wald kehrte wieder Ruhe ein. Eine schöne Sache, diese gemeinsame Aktion! Clemens Graf, Marcel Lesch (Klasse 8) Dr. Helmut Gaßmann
 
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