| Das siebzehnte Mal – das zweite Mal |
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| Geschrieben von Bernhard Vogt | |||||
| Montag, 19. Juli 2010 | |||||
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„Ich weiß aus eigener Erfahrung um den Wert eines Schüleraustausches“, unterstützt der ungarische Mathematik- und Physiklehrer die Idee des interkulturellen Lernens nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern aus gelebter Überzeugung.
Ein auf deutscher Seite von Johannes Wagner, Andreas Fiedel und Bernhard Vogt zusammengestelltes und betreutes Programm führte die ungarischen Gäste in das Haus der Geschichte in Bonn und auf die Spuren deutscher Demokratie. Die Bundeswehr erläuterte in Aachen deutsche Strategien zum Umgang mit den Problemen in Krisengebieten. Eine intensive Stadterkundung Rheinbachs, deutsch-ungarische Projektarbeit im Freilichtmuseum in Kommern und im Haus der Geschichte in Bonn ließ den Unterschied im Umgang mit Geschichte in Ungarn und Deutschland lebendig werden. „Unsere Partnerschaft ist kein Urlaub, die Arbeit im Unterricht und in Projekten ist für alle integraler Bestandteil des Konzeptes“, grenzen die beiden Koordinatoren, József Talmácsi aus Ungarn, und Bernhard Vogt (VPK) die Partnerschaft vom lediglich konsumierenden Tourismus ab.
Konsequenterweise berichteten die Gäste aus Ungarn in deutschen Kursen über politische, historische und literarische Aspekte ihres Heimatlandes und stellten sich den Fragen der deutschen Schüler. Der 17-jährige Illyés Endre (11b) nutzt den Aufenthalt in Deutschland intensiv, um seine deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern. Wie für alle anderen ungarische Schüler auch sind Programm, Schule, Gastgeber und Wetter in Deutschland in Ordnung, doch gibt es mindestens ein Manko: „Ich mag zwar die deutschen Mädchen, aber mir fehlen die Ungarinnen.“ Andere ungarische Schüler sammelten andere Eindrücke weniger hormongesteuert: „Der Verkehr in Deutschland ist besser, weil die Leute hier ruhiger und geduldiger sind“, fühlte Sulyok István (11a) in Deutschland einen Mehrwert an Sicherheit, und Oláh Bence (11a) faßte die Grundstimmung der ungarischen Delegation mit einem Kompliment an die deutschen Gastgeber zusammen: „Wir möchten nächstes Jahr wiederkommen, hier fühlen wir uns wohl.“ Für Stephan Post, Schüler der Klasse 10a am VPK, war der Ungarn-Austausch für alle Teilnehmer eine Herausforderung und eine Bereicherung: „Aber auf jeden Fall ein positiver Schritt auf unserem Bildungsweg, da er uns neue Horizonte eröffnet hat. Ich würde es jedem Schüler, der die Möglichkeit dazu hat, ans Herz legen, daran teilzunehmen, man kann dabei nur gewinnen.“ |
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Zum 17. Mal schon kommen Schüler des Piaristengymnasiums aus Kecskemét, Ungarn, zum Gegenbesuch an das Vinzenz-Pallotti-Kolleg in Rheinbach. Für Begleitlehrer Pater András Kovács ist der Aufenthalt im Jahre 2010 von besonderer Bedeutung: als Schüler gehörte er 1995 zu der ersten Gruppe ungarischer Schüler, die damals Rheinbach besuchte.



